Wer sich für eine Zahnbehandlung in Ungarn interessiert, kann diese von international anerkannten und Fremdsprachen sprechenden Zahnärzten erwarten, die eine Behandlungsqualität bieten, die mit den deutschen Standards vergleichbar aber um einiges günstiger ist.
Als in Deutschland gesetzlich Versicherter muss man vor dem Beginn der Zahnbehandlung – unabhängig davon, ob die Behandlung in Deutschland oder Ungarn erfolgen wird – einen Heil- und Kostenplan bei seiner Versicherung einreichen und genehmigen lassen. Nach Erhalt der Bewilligung kann die Zahnbehandlung begonnen werden.
Viele Krankenkassen sprechen sogar Empfehlungen für bestimmte Kliniken aus oder haben sogar die Qualität von Zahnkliniken geprüft und Verträge mit diesen geschlossen, wie zum Beispiel die Techniker Krankenkasse.

1. Welche Kosten übernehmen Krankenkassen bei einer Zahnbehandlung in Ungarn?
Ein deutscher Patient hat für eine Zahnbehandlung in einem EU-Mitgliedsland wie Ungarn Anspruch auf eine Abrechnung nach den Sätzen der deutschen Regelversorgung. Eine deutsche Krankenkasse muss also eine in Ungarn ordnungsgemäß durchgeführte Zahnbehandlung nach den gleichen Sätzen abrechnen, wie eine in Deutschland durchgeführte Behandlung.
Auf Basis einen genehmigten Heil- und Kostenplans (HKP) erhält der Versicherte einen Festzuschuss zu den Kosten der Behandlung. Über die Regelversorgung der Kassen hinausgehende Leistungen hat der Versicherte selbst zu tragen, im Sprachgebrauch wird dies „Eigenanteil“ genannt.
Die ungarische Zahnklinik kann auf Wunsch einen Auslands Heil- und Kostenplan erstellen, hierzu wird ein deutscher Heil- und Kostenplan (von einem deutschen Zahnarzt) oder ein Panorama-Röntgenbild benötigt (beides darf nicht älter als sechs Monate sein). So weiß der Patient im Vorhinein genau, welche Kosten übernommen werden, und kann beruhigt seine Zahnreise antreten.

2. Wie günstig ist eine Zahnbehandlung in Ungarn wirklich?
Aufgrund des Lohnniveaus und er Strukturkosten in Ungarn sind die Kosten einer Zahnbehandlung und der damit verbundene Eigenanteil für den gesetzlich Versicherten in Ungarn deutlich niedriger als in Deutschland. Somit lässt sich entweder der Eigenanteil reduzieren oder die Ersparnis in einen höherwertigen Zahnersatz investieren.
Aufgrund von gesammelten Erfahrungen der letzten Jahre kann man von einer Ersparnis von durchschnittlich 50% im Vergleich zu Deutschland ausgehen. Die Stiftung Warentest hat z.B. errechnet, dass sich in Deutschland die Kosten für ein Implantat mit Aufbau zwischen 1.500€ – 4.000€ belaufen, die gleiche Leistung in Ungarn aber zwischen 800€ – 1.700€ kostet.

3. Wie gut ist die Ausbildung ungarischer Zahnärzte?
Die Europäische Verbraucherzentrale spricht von 160.000 Dentaltouristen alleine aus Österreich, die jährlich zur Zahnbehandlung nach Ungarn kommen. Und das hat einen guten Grund! Ungarische Zahnärzte haben einen ausgezeichneten Ruf und müssen sich von der Qualität der Ausbildung und Leistung nicht hinter ihren deutschen Kollegen verstecken.
Es stammen sogar immer mehr Studienbewerber aus Deutschland, denn an vielen renommierten zahnmedizinischen Universitäten Ungarns wird das Studium auch in deutscher Sprache angeboten und der ungarische Studienabschluss zum Facharzt wird in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern voll anerkannt.

4. Wie gut ist die Arbeit ungarischer Zahntechniker und Labore?
Genauso wie ungarische Zahnärzte sind auch Zahntechniker und Labore nach dem Beitritt Ungarns in die EU verpflichtet, die europäischen Standards und Normen umzusetzen. Gute ungarische Zahnkliniken verwenden ausschließlich hochwertige EU-zertifizierte Materialien aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

5. Wie lange dauert eine Zahnbehandlung?
In der Regel erfolgt die gesamte Zahnbehandlung inklusive der Nachbehandlung innerhalb von sieben Tagen.
Bei Zahnimplantaten sind aufgrund der Einheilphase mehrere Aufenthalte in Ungarn nötig, für die Übergangszeit wird selbstverständlich ein provisorischer Zahnersatz angefertigt. Alle weiteren Infos hierzu erhalten sie beim behandelnden Zahnarzt.

6. Spricht man in Ungarn Deutsch?
Natürlich wird nicht in jeder ungarischen Zahnarztpraxis Deutsch gesprochen. Aber in den großen Zahnkliniken bzw. auf Dentaltourismus ausgelegten Praxen / Kliniken findet man hochqualifizierte Zahnärzte mit hervorragenden Deutsch-Kenntnissen. Zudem praktizieren viele deutsche Zahnärzte in Ungarn. Auch in der Bevölkerung Ungarns spricht jeder Vierte Deutsch, noch vor Englisch.

7. Wie erfolgt (wenn nötig) eine Nachbehandlung?
Die Zahnbehandlung wird in der Regel an mehreren aufeinander folgenden Tagen durchgeführt. Da eine Zahnbehandlung aber sehr komplex sein kann, ist das Auftreten von Problemen nicht ausgeschlossen. Viele Zahnkliniken Ungarns verfügen daher über ein Netz an Partnerzahnärzten in Deutschland, die gerne die Nachsorge oder Garantiefälle übernehmen.

8. Ich bin Angstpatient – nimmt man in Ungarn darauf Rücksicht?
Viele Zahnarztpraxen und Zahnkliniken sind auf Angstpatienten bestens vorbereitet und legen großen Wert auf erfahrenes Personal und einfühlsamen Umgang mit Patienten. Auch eine Behandlung mit einem beruhigenden Sedativum oder unter Schlafnarkose ist hier möglich.