Kapuvár ist eine hübsche Kleinstadt im Komitat Győr-Moson-Sopron. Sie liegt im Westen Ungarns an der Raab, 10 km südlich der Grenze zu Österreich und ungefähr in der Mitte zwischen den Städten Sopron und Győr. Die hübsche Kleinstadt liegt in schöner Natur unweit des Nationalparks Fertő-Hanság und des Neusiedler Sees. Seit den 1950ern ist sie ein Zentrum für Nahrungsmittel-, Leicht-, und Maschinenindustrie. 1990 kam noch ein Industriepark hinzu. Thermalbäder ermöglichten die Einrichtung eines Kurzentrums. Zu seinen Attraktionen zählen das prunkvolle Schloss der Familie Esterházy und die eklektizistische St. Anna-Kirche. Der Kurort bietet zudem verschiedene Kunstveranstaltungen und Theateraufführungen sowie Museen und traditionelle folkloristische Feste.

 

Lage

Kapuvár (deutsch Kobrunn) ist eine ungarische Stadt im gleichnamigen Kreis im Komitat Gyor-Moson-Sopron und liegt im Westen Ungarns an der Raab, 10 km südlich der Grenze zu Österreich, zwischen Sopron (40 km) und Gyor (50 km).

 

Geschichte

Im Gebiet von Kapuvár finden sich Spuren von Siedlungen aus der Hallstattzeit, von Illyrern, Römern und Awaren. Die erste schriftliche Erwähnung der Siedlung stammt aus dem Jahre 1162. König Zsigmond schenkte sie 1350 der Familie Kanizsai, 1532 gelangte sie durch eine Eheschließung in den Besitz der Familie Nádasdy. 1558 erhielt der Ort das Marktrecht und die Burg würde zur Grenzfeste verstärkt. Während der Türkenkriege fiel die Stadt 1594 für eine kurze Zeit in osmanische Hände. Ferenc Nádasdy, der sich am Wesselényi-Komplott gegen Kaiser Leopold I. beteiligt hatte, wurde hingerichtet und seine Güter gingen 1681 in den Besitzt der habsburgerloyalen Familie Esterházy über. Die Burg wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von den Kuruzen gesprengt und anschließend von der Familie Esterházy zum Schloss umgebaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte Kapuvár einen wirtschaftlichen Aufschwung infolge der Industrialisierung, wovon noch heute zahlreiche repräsentative Gebäude in der Innenstadt zeugen. Zwischen 1950 und 1960 entwickelte sich die Stadt zur bedeutenden Zentrale der Nahrungsmittel-, Leicht- und Maschinenindustrie des Komitats. 1969 erhielt der Ort wieder das Stadtrecht.

 

Sehenswürdigkeiten

Thermalbad Flóra  
Aus einer 1.800 Meter tiefen Quelle versorgt 70 °C heißes Thermalwasser eine Badelandschaft bestehend aus Thermal- und Erlebnisbad mit angeschlossener Therapieabteilung und Wellnessbereich.

Schloss Esterházy
Die ehemalige Burg von Kapuvár wurde während der Türkenkriege zur Grenzfeste ausgebaut und Anfang des 18. Jahrhunderts von den Kuruzen gesprengt. Anschließend wurde die sie von der Familie Esterházy zum Schloss umgebaut, blieb aber immer im Schatten des großen Schloss Esterházy im nur wenige Kilometer entfernten Fertöd (welches das größte und schönste Rokokoschloss Ungarns ist).

Rathaus mit Museum Rábaköz
Museum über geschichtliche Traditionen

St. Anna Kirche
Erbaut im eklektischen Stil

Nationalpark Fertö-Hanság
Der Nationalpark ist seit 2001 Teil des UNESCO-Welterbes. Hier finden sich ausgedehnte Sumpf- und Moorlandschaften – einzigartige botanische, zoologische, landschaftliche, ethnografische und kulturhistorische Zufluchtsorte.