Győr ( deutsch Raab) ist eine dynamisch entwickelnde Stadt und liegt an der innovativen Wien-Bratislava-Budapest Achse, halbwegs zwischen Budapest und Wien, mit ausgezeichneter Zugänglichkeit. Als sechstgrößte Stadt in Ungarn ist sie die wichtigste Stadt in Nordwest-Ungarn. Győr besitzt eine gut erhaltene Innenstadt und viele geschichtliche Denkmäler. Auch als „Stadt der Wasser“ bekannt, da es am Fluss Rába, gleich an der Abzweigung der Moson-Donau liegt, ist Győr reich an Thermalwassern und ein beliebter Ort für Ausflüge mit Schiff oder Kanu. Auch Angler finden hier beste Bedingungen.

 

Lage

Györ befindet sich im Nordwesten des Landes in der Kleinen Ungarischen Tiefebene und liegt nur wenige Kilometer südlich der Ungarisch-Slowakischen Grenze. Es fließen drei ungarische Flüsse zur Stadt, nämlich die Rába, die Rábca und ein Seitenarm der Donau, die sich beim Stadtzentrum in einen großen Fluss vereinen.

 

Geschichte

In der Antike besaßen die Römer an der Stelle der heutigen Stadt eine Siedlung namens Arrabona. Nach der Landnahme der Ungarn wurde hier eine neue ungarische Siedlung gegründet , die Ende des 13. Jahrhunderts das Stadtrecht erhielt. Während der Türkenkriege im 16. Jahrhundert war Györ einer der letzten Vorposten vor Wien und so verwandelte sich die mittelalterliche Stadt in eine einzige Festung, um der osmanischen Invasion standzuhalten. Im Jahre 1592 wurde Györ dennoch von den Osmanen eingenommen, aber bereits sechs Jahre später wieder zurückerobert. Die Stadt wurde königliche Freistadt und 1712 verlieh König Karl III. der Stadt das Marktrecht. Im 19. Jahrhundert florierte insbesondere die Industrie, in dieser Zeit wurde die Stadt mehrmals verschönert und auch mit neuen imposanten Gebäuden versehen. Selbst während der sowjetischen Besatzung schaffte es die Bevölkerung, das Stadtbild zu erhalten und die Handelsbeziehungen zu wichtigen Nachbarstädten zu pflegen.

Sehenswürdigkeiten

Káptalandomb
Bischofsburg und Bischofspalast (In den Grundmauern der Burg fand man Spuren römischer Baukunst. Der älteste Teil der Burg ist die untere Hälfte der Turmburg und der Kreuzgewölberaum aus dem 14. Jahrhundert. Mit Ausstellung über den Bischof Vilmos Apor), Basilika (Das den Altar des nördlichen Seitenschiffs schmückende Mariengnadenbild machte die Kirche zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Ungarns),
Schatzkammer, Bibliothek und Lapidarium der Györer Diözese (Die Schatzkammer besteht im Wesentlichen aus Kirchengegenständen. Die Bibliothek verwahrt heute etwa 67 Tausend Buchbände, 190 Erstdrucke und 362 Handschriften, die vor 1850 entstanden sind. Im Lapidarium sind Steine, Steinreste aus dem Mittelalter und der Neuzeit aus der Bischofsburg und dem Dom zu sehen).

Széchenyi tér
Bendektinerkirche Loyolai Szent Ignác (erste Kirche der Jesuiten in Győr. Auch das Ordenshaus und die Schule standen bereits 1667), Mariensäule (Kunstdenkmal zum Gedenken an die Rückeroberung Budas von den Türken), Apátúr-Haus (barocke Architektur, der Palast mit Erkerfenster beherbergt das János Xántus Museum, die älteste ungarische öffentliche Sammlung), Vastuskós-Haus (frühbarockes Gebäude, beherbergt die Imre Patkó Sammlung)

Király ut
Esterházy Palast (Kaiser Napoleon wurde in diesem frühklassizistischen Palast für eine Nacht nach der Schlacht von Kismegyer beherbergt) und darin das Stadtmuseum der Künste.

Zichy-Palast (Liszt Ferenc utca 20)
Dieses barocke Gebäude hat auch ein schönes Erkerfenster, aber es lohnt sich den Hof mit Säulengängen und den Innenraum zu besichtigen.

Altabak-Haus (Bécsi kapu tér)
Das Haus aus dem 16. Jahrhundert auf dem Bécsi kapu Platz hat Erkerfenster in jeder Ecke und gilt als älteste Wohnhaus der Stadt sowie dem schönsten Vertreter der frühbarocken Architektur.

Altes Rathaus (Rákóczi u. 1)
Wunderschönes barockes Gebäude

Karmeliterkirche (Aradi vértanúk u. 2)
Erbaut in der Zeit von 1721 bis 1725 erbaut. Das Kloster entstand 1732.

Synagoge (Kossuth L. u. 5)
Die im neoromanischen Stil mit einem achteckigen Grundriss erbaute Synagoge wurde von der neologisch israelitischen Gemeinschaft in der Zeit von 1868 bis 1870 errichtet. Im Gebäude finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Bundesladendenkmal (Gutenberg tér)
Eines der schönsten barocken Denkmäler von Gyor.

Kalvarienberg (Kálvária u.)
Der Hügel war einst Grabstätte der Kelten, später der Römer. Hier wurde im 12.-13. Jahrhundert die Kirche der nach dem Heiligen Adalbert benannten Pfarrei errichtet, die im 16. Jahrhundert während der türkischen Plünderungen zerstört wurde. Im 17. Jahrhundert stellte die Militärmacht an dieser Stelle einen Richtplatz auf. Anfang des 18. Jahrhunderts errichteten die Jesuiten dann den Kalvarienberg. Am Fuße des Galgotha stehen von Athanasius Wittwer entworfene, im barocken Stil erbaute Kapellen.

Xántus János Tiergarten (Kiskút liget)
Der Zoo wurde 1967 eröffnet, es gibt eine Affeninsel, ein Afrikahaus, ein Süd-Amerika Haus, ein Giraffenhaus, ein Malawi Becken und ein Terrariumhaus.