Der Neusiedler See ist das Herzstück des internationalen Naturparks Fertö-Hanság. In einer beeindruckenden Steppenlandschaft und ausgedehnten Wiesen und Weideflächen bezaubert der See durch goldglänzende Schilfgürtel, von unzähligen Vögeln bewohnte Salzlaken und sanft zum Seeufer abfallende Weinberge mit idyllischen Weinorten. Die geringe Tiefe des Sees und das milde Klima machen ihn zu einem perfekten Urlaubsort für Badegäste. Der Urlauber findet hier vielfältige Wassersportangebote, kann per Rad die schönsten Plätze des Naturparks auf dem 138 km langen Neusiedler-See-Radweg erkunden oder einen der vielen Naturlehrpfade erwandern. Dem Kulturliebhaber bieten sich unzählige Sehenswürdigkeiten, z. B. das Schloss Esterhazy in Fertöd, das auch Versailles von Ungarn genannt wird, oder die Stadt Sopron mit ihren unzähligen historischen Gebäuden und der malerischen Altstadt, die zum Verweilen einlädt.

 

Lage und Klima

Der Neusiedler See (ungar. Ferto-tó, ferto bedeutet wörtlich „Sumpf“) ist wie der Plattensee einer der wenigen Steppenseen in Europa und der größte abflusslose See in Mitteleuropa. Der See als Herzstück des Naturparks Fertö-Hanság liegt in der kleinen ungarischen Tiefebene und wird im Nordwesten von den letzten Ausläufern der Alpen, dem Leithagebirge, und im Norden von der Parndorfer Platte begrenzt. Mitten durch den See verläuft die Staatsgrenze zwischen Österreich und Ungarn. Auch aus biologischer Sicht ist das Neusiedler See-Gebiet ein Grenzraum, nämlich alpinen, pannonischen, asiatischen, mediterranen und nordischen Landschaftsräumen, was zur hohen Artenvielfalt erheblich beiträgt. Der See zeichnet sich durch seinen Schilfgürtel, seine geringe Tiefe und sein mildes, aber windiges Klima aus.

 

Geschichte

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Landschaft ein gigantisches Überschwemmungsgebiet. Regelmäßig wurden, abhängig vom Wasserstand des Neusiedler Sees, durch den Wind große Wassermengen nach Süden gedrückt und überfluteten alles. Man versuchte lange, dem See Land abzuringen, und von 1895 bis 1905 wurde dann tatsächlich eine Trockenlegung realisiert: der sogenannte Einser-Kanal wurde gebaut. Zusammen mit den zahlreichen Nebenkanälen gelang die Entwässerung, damit aber auch die Zerstörung eines einmaligen ökologischen Naturraumes, denn das Niedermoor war Brut- und Wohnstätte für Hunderte von Vogelarten.
1956 schloss Ungarn einen Gewässervertrag mit Österreich, der den Schleusenstand genau regelt. Ab 1965 wurde der Wasserpegel des Sees wieder angehoben. Aber erst nach einem Dammbruch im Hochwasserjahr 1996 wurden einige der ehemaligen Sumpfwiesen wieder dauerhaft geflutet und stehen heute unter strengem Naturschutz.

 

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